Heute ein Beitrag, der es sich zur Aufgabe macht, mal so richtig krass konkrete, konstruktive und leicht zu merkende Tipps zur Vermeidung bzw. Kurz-vor-Schluss-Ausmerzung einiger immer wieder auftretender Fehler zu geben.
Die nützlichste Erfindung, seit es Textverarbeitung gibt:die „Suchen/Ersetzen„-Funktion:
Abgesehen davon, dass Textverarbeitungsprogramme wie Word oder der Writer von Open Office manchmal so richtig nerven können, können sie aber auch einiges andere. Zum Beispiel gibt es eine großartige Funktion namens „Suchen/Ersetzen“. Zu finden oben in der Menüleiste unter „Bearbeiten“. Wenn ihr also eure Arbeit fertig geschrieben habt und sie nicht in erfahrene Hände zum Korrekturlesen geben könnt oder wollt, könnt ihr die gröbsten Schnitzer durchaus selbst ausbügeln. Und das würde ich euch auch dringend ans Herz legen, denn, soweit ich informiert bin, gibt es ziemlichen Ärger bis hin zur Nicht-Annahme eurer Arbeit, wenn ihr Fehler, die Word & Co. gefunden hätten, wenn ihr sie hättet suchen lassen, nicht korrigiert.
Also: Über die „Ersetzen“-Funktion könnt ihr elegant doppelte Leerzeichen, fehlende Leerzeichen hinter Satzzeichen, aus Versehen mit „ß“ geschriebene „dass“s („dass“e? Man schenke mir einen korrekten Plural, bitte…) und ähnliche Flüchtigkeitsfehler finden und eliminieren. Wenn ihr wisst, dass ihr bestimmte Wörter gerne falsch schreibt, könnt ihr sie suchen und korrigieren. Also: Ich spreche hiermit eine vorbehaltlose Empfehlung für die „Suchen/Ersetzen“-Funktion von Word aus.
Natürlich solltet ihr beim Benutzen der „Suchen/Ersetzen“-Funktion nicht euer Hirn ausschalten… Es empfiehlt sich, nicht auf „Alle ersetzen“ zu klicken, sondern jede Änderung einzeln zuzulassen. Das verhindert eventuelles Chaos…
Ein weiterer Aspekt, der gerne übersehen wird beim abschließenden Korrigieren der Arbeit, ist der Textsatz. Da gilt es zu unterscheiden zwischen Block- und Flattersatz. In der Regel ist es euch freigestellt, ob ihr eure Arbeit in Blocksatz oder im Flattersatz schreibt. Aber ihr solltet zwei Dinge beachten: Entscheidet euch für eine Variante! Wenn ihr Blocksatz benutzt, achtet darauf, dass euer Textbild nicht völlig zerrupft aussieht, weil ihr keine Silbentrennung aktiviert habt oder statt einem Absatzumbruch (Return) einen Zeilenumbruch (Shift+Return) eingefügt habt.
Das Leben kann so einfach sein.
3 Antworten bis hierher ↓
anouphagos // 23. März 2009 um 11:51
Guter Artikel. Aber wer setzt eine wissenschaftliche Arbeit in einer Textverarbeitung? Die ist für Briefe und allerhöchstens noch für Thesenpapiere etc. zu gebrauchen, aber nicht für die Typographie eines langen Textes.
schreibbar // 24. März 2009 um 11:24
Lieber Anouphagos,
wir freuen uns sehr, dass der Beitrag Ihre Zustimmung erhält
Es gibt eine ganze Menge an Studierenden, die ihre Arbeiten – seien es Thesenpapiere oder komplette Abschlussarbeiten – in Textverarbeitungsprogrammen verfassen, bearbeiten, setzen und was da sonst noch so alles geht.
Seitenhiebe » Blog Archive » Das elendige Schreiben // 24. März 2009 um 12:34
[...] der (immer wieder besuchenswerten) Schreibbar geht es um Abstracts und “Suchen & Ersetzen“. Zwar beziehen die Autoren sich auf diese Funktion bei Textverarbeitungsprogrammen wie MS [...]