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Rechtzeitig die Weichen stellen… oder: Beeindrucke deinen Prof

11. Februar 2009 · 2 Kommentare

Was müsst ihr machen, um in eurer Abschlussarbeit eine gute Note zu bekommen?

Verdreht ihr jetzt die Augen und sagt: „Eine gute Arbeit abliefern, du Vollhonk!“, so habt ihr natürlich teilweise recht (damit ist allerdings nicht die Honk-Sache gemeint, damit das mal klar ist!).

Und hat eure Betreuerin oder euer Betreuer euch bis zu dem Moment, in dem ihr in die Sprechstunde gestolpert kommt, um eure Absicht kundzutun, bei ihr/ihm die Arbeit zu schreiben, auch noch nie so richtig zu Gesicht bekommen, dann habt ihr sogar voll und ganz recht. Dann wird die Arbeit tatsächlich die einzige Grundlage für die Bewertung sein (und natürlich aller Ehrgeiz, den ihr in dieser Zeit noch an den Tag legt, um kurz vor Schluss noch mal die große Beeindruckung zu starten.).

Das muss aber nicht sein. Ihr könnt Vorarbeit leisten, denn wenn euer Prof schon ein Bild von euch hat und ihr nicht als austauschbare/r Teilnehmer/in diverser Seminare in der Masse untergegangen seid, dann wird er bzw. sie diesen Eindruck von euch natürlich in irgendeiner Weise mit in die Bewertung eurer Arbeit einfließen lassen.

Merkt ihr was?

Die ganze Zeit, die ihr vorher schon studiert habt, habt ihr unnütz verstreichen lassen – unzählige Chancen, euch in den Augen der Professorin oder des Professors als interessierte/n, zuverlässige/n und strebsame/n Studierende/n darzustellen. So viele vertane Jahre – das tut weh. Ihr Armen.

Hier für alle von euch, für die es noch nicht zu spät ist, eine Liste von Tipps, aus denen ihr euch bedienen könnt, um aus der Unsichtbarkeit herauszutreten und ein positiv besetztes Image bei euren Dozierenden zu erhalten.

(Ja, ich sage es ganz offen: Das grenzt an Strebertum, Einschleimen und all das, was man eigentlich nicht mag aber denkt an eure Note. Oder sagen wir es einmal anders: Ein wenig List und Tücke wird doch wohl erlaubt sein, oder? Und außerhalb der Hochschule muss es ja niemand wissen…)

  • Setzt euch in Veranstaltung möglichst in die erste Reihe oder, wenn euch das zu sehr widerstrebt, setzt euch wenigstens immer an die gleiche Stelle, möglichst auf Augenhöhe – und das meine ich wörtlich. Euer Prof bzw. eure Professorin muss euch wahrnehmen. (Außerdem stimmt es wirklich: Man bekommt mehr mit, wenn man weiter vorne sitzt.)
  • Passt auf. Beteiligt euch an der Vorlesung, am Seminar, an der Übung, am Labor, an was auch immer. Fragt kluge Dinge. So könnt ihr euch im Bewertungssystem der Lehrperson selbst vom Status „neutral“ in den Status „positiv“ befördern. Dozierende lieben niemanden mehr als Studierende, die ihnen ihren Job erleichtern.
  • Besucht die Sprechstunde. Und das möglichst früh im Semester. Zum einen könnt ihr dort wieder durch schlaue Kommentare und Fragen glänzen, zum anderen kann es euch wirklich weiterbringen, um eventuelle tatsächlich anstehende Fragen zu klären. Außerdem müsst Ihr ja auch rauskriegen, bei welchem Prof ihr später mal gerne eure Abschlussarbeit machen wollt. Wer ist nur in der Vorlesung garstig, ansonsten gar ganz nett. Wie sieht das Büro von ihm oder ihr aus? Wie versteht er oder sie es, euch nett wieder rauszukomplimentieren, wenn eure Zeit rum ist?
  • Begrüßt eure Professorin bzw. euren Professor, wenn ihr ihm/ihr begegnet.
  • Wenn euer Prof/eure Professorin Veranstaltungshinweise gibt: Geht hin. Beweist, dass ihr gewillt seid, sogar eure Freizeit im Namen der Wissenschaft zu opfern.
  • Besucht die Seminare regelmäßig. Wenn ihr krank seid oder aus andern Gründen verhindert, schickt eine kurze E-Mail und sagt Bescheid.
  • Wenn ihr in der Zeitung, im Internet oder sonst wo irgendetwas entdeckt, was thematisch für eure/n Professor/in interessant sein könnte (neue Erkenntnisse, Veranstaltungen, neue Publikationen o.ä.), schickt es ihr/ihm per Mail bzw. weist darauf hin. Es könnte sein, dass er/sie es noch nicht weiß und sich wirklich freut.
  • Erkundigt euch, ob es eine Stelle als wissenschaftliche Hilfskraft gibt. Das kommt auch immer gut und macht euch zu einem bekannten Gesicht in den erlauchten Dozierendenkreisen.

So, und da ich euch wohlwollend gesonnen bin und euch nicht ins offene Messer rennen lassen möchte, sind hier noch zwei kleine Warnungen angebracht:

  1. Manche Profs mögen es nicht, wenn man sich zu sehr einschleimt. Und ihr selbst werdet später auch nicht vor Stolz platzen, wenn ihr daran zurückdenkt, wie ihr euch zum Affen gemacht habt.
  2. Manche Mit-Studierenden mögen das auch nicht. Und ihr wollt ja sicher nicht bloß mit den ganzen anderen Nasen, die auch immer in der ersten Reihe sitzen, befreundet sein, sondern auch mit ein paar eher lässigen Leuten, also bewahrt euer Gesicht.

Übertreibt es einfach nicht. Nehmt die Vorschläge als Gedankenanstöße – ihr müsst die Liste nicht Punkt für Punkt abarbeiten ;) .

(Dieser Beitrag entstand unter freundlicher Unterstützung von wikihow.com)

Kategorien: Beeindrucke deinen Prof · Grundlagen · Keine Panik... · Motivation · total geheime Geheimtipps
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2 Antworten bis hierher ↓

  • Detlef Kreuz // 12. Februar 2009 um 15:41

    Die Sache mit dem „Neuem“ aus Zeitung oder Internet kann auch ganz nach hinten losgehen. Z.B. bei alten Kamellen. Oder wenn das Postfach dadurch „zugespammt“ wird. Mein Tipp: besser den Prof. z.B. nach der Vorlesung drauf ansprechen ;-)

    Und ja, das mit dem Einschleimen merkt man recht schnell. Wichtig ist: ehrlich und authentisch bleiben. Alles andere wirkt negativ.

    Ganz toll ist es dann, de Prof. in der Abschlussarbeit mit einem neuen, und nicht ganz falsch herausgearbeiteten Gedankenzug zu überraschen. Aber das gilt ja bei jedem Projekt, nicht nur bei der Abschlussarbeit.

  • Seitenhiebe » Blog Archive » Überlegungen zum Abfassen einer wissenschaftlichen Arbeit // 15. Februar 2009 um 12:08

    [...] würde. Zum Thema gibt es ja ein eigenes Blog: die SchreibBar. Dort erhält man z.B. den Tipp, den Prof zu umgarnen, “smart” und nicht “hard” zu arbeiten und diverse sprachlich-stilistische [...]

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