Anknüpfend an die Frage “Was soll das alles überhaupt?” soll in diesem Beitrag in knapper Form dargestellt werden, welche Anforderungen an eine wissenschaftliche Arbeit gestellt werden. Ich stütze mich dabei wieder auf folgende Quelle (die kennt ihr ja schon):
Als Gütekriterien werden hier genannt:
- Nachweis von im Studium erworbenen Fachkenntnissen
- Selbstständige Erarbeitung und Recherche eines Themengebiets
- Qualität der Quellen
- Systematisches und methodisches Arbeiten eines klar umrissenen Themas
- Eigenständige Lösung einer definierten Aufgabe
- Fähigkeit zur Problematisierung und (Selbst-)Kritik
- Qualität der Ergebnisse – Neuartigkeit, Güte, Zuverlässigkeit
- Fähigkeit zur logischen und prägnanten Argumentation
- Formal korrekte Präsentation der Ergebnisse
Diese Kriterien spielen also bei der Bewertung der Arbeit eine fundamentale Rolle.
Ist ja interessant.
Was aber bedeutet das für euch konkret?
Eure Profs bzw. eure Betreuer(innen) wollen sehen, dass
- ihr zeigt, dass ihr im Studium etwas gelernt habt, dass ihr Gelerntes anwenden könnt. Er oder sie will schon sehen, dass man die Arbeit nicht auch ohne Studium hätte so abliefern können. Das käme einer Beleidigung gleich.
- ihr wisst, wo die Bibliothek ist, euch da zurecht findet und ihr da gründlich recherchiert habt.
- ihr nicht blind und wahllos alles zitiert und wiedergebt, was irgendein Hansel (oder ein Gretelchen) mal geschrieben hat. Ihr musst Quellen gewichten und in ihrer Bedeutung einschätzen können.
- ihr strukturiert an die Sache rangeht und immer einen aktuellen Plan eures Projekts dabei habt. Diese Menschen verlieren den Glauben an euch bei wilden und losen Blattsammlungen und konfusen Besprechungen.
- ihr nicht für jeden Kinderkram angelaufen kommt. Sie wünschen sich einen Menschen, der das eine oder andere Problem auch mal alleine lösen kann.
- ihr Fehler einseht. (Das Selbstbewusstsein eines Profs mag ins Unermessliche gehen. Von euch hingegen wird die Fähigkeit zur Selbstkritik erwartet. Ungerechte Welt, was?)
- ihr mal orginell und kreativ seid! Ehrlich gesagt, die meisten Profs haben hier gar nicht so hohe Ansprüche. Er oder sie freut sich schon über kleine Blitzlichter der Originalität. Mit Engagement, damit kann man viel kompensieren, wenn man nicht zum Creative-Art-Director geboren ist. Und wer ist das schon?
- ihr merkt, dass der Satz “Es regnet, darum ist die Straße nass“ nicht den Umkehrschluss erlaubt “Die Straße ist nass, also regnet es“. Logischer Satzaufbau, stringente Argumentationslinien ringen jedem Betreuer und jeder Betreuerin ein Leuchten in den Augen ab.
- ihr einfach Eure Sache ordentlich macht.
Wenn ihr diese Kriterien beim Verfassen im Auge behaltet und euch Mühe gebt, im Hinblick darauf eine einigermaßen vernünftige Arbeit abzuliefern, sind eure Chancen, mit einer bestandenen Abschlussarbeit aus dem Studium zu marschieren, recht hoch.
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